Daniel Könnecke

Man muss heute, mehr als je zuvor, Unternehmen führen, als seien sie permanente Baustellen – als seien sie Start-ups. Denn was heute noch funktioniert, kann morgen schon veraltet sein. Der Wettbewerb ist nicht nur härter geworden, er verändert sogar ständig die eingängigen Business-Modelle. Und das passiert immer wieder und so gut wie in allen Branchen. Die Digitalisierung ist dabei lediglich die technologische Grundlage – entscheidend ist, was die Menschen aus den sich bietenden Möglichkeiten machen. Entscheidend ist die Einstellung, der Willen immer wieder den Status quo zu hinterfragen und Neues auszuprobieren. Wer eine Zukunft haben will, muss flexibel denken und vor allem eins sein: mutig. Das gilt für Großkonzerne, für mittelständische Unternehmen, aber auch für Marketing- und Werbeagenturen. Was also tun, um Schritt halten zu können?

Fokus auf Menschen statt Big Data: Alles ist digital. Und dennoch geht es am Ende nur um eins: Menschen. Somit hat Technologie nur einen Zweck, nämlich für Menschen das Leben mit Mehrwerten zu verbessern oder zu vereinfachen. Leider klappt das nicht immer, sollte aber stets das Ziel sein. Big Data hilft einem dabei, die Bedürfnisse von Kollegen, Kunden und Konsumenten besser zu verstehen – Empathie allerdings kann man nicht digitalisieren.

Keine Digital-Teams: Digital-Abteilungen gehören der Vergangenheit an. Die Silodenke der letzten Jahre ist von jetzt an, wo immer alles noch schneller und ganzheitlicher gedacht werden muss, nicht mehr zeitgemäß. Jedes Teammitglied muss heute ein hohes Maß an digitalem Verständnis mitbringen. Sei es im Produkt- und Servicedesign selbst oder in der Kommunikation, daran führt kein Weg vorbei. Deshalb ist es wichtig, dass auch jeder in Zukunft fähig ist, dementsprechend zu denken und zu handeln. Um Unternehmen auf einen guten digitalen Wissensstand zu bringen, sind interdisziplinäre Teams unabdingbar. Automatisch wird so jeder einzelne mit digitalem Wissen infiziert.

Agile Teamstrukturen und klare Verantwortlichkeiten: Vertrauen ist die Basis für erfolgreiche Kollaboration. Wer mit vielen Hierarchie-Ebenen arbeitet und seinen Mitarbeitern somit nicht die komplette Verantwortung übergibt, sendet damit das Signal, wenn auch ungewollt, dass ihnen nicht vollends zu vertrauen oder ihnen nicht zuzutrauen, dass Sie Projekte in überzeugender Qualität abliefern können. Der ureigene Wunsch von Menschen, wichtig zu sein und von Anderen als wichtig wahrgenommen zu werden, leidet auch unter solchen Strukturen. Ein einfaches Mittel ist es, die Teamgröße stets auf ein Minimum zu reduzieren und eben wenige oder gar keine Hierarchien zu leben. Je weniger Leute, desto mehr Verantwortung. Ziemlich simpel, allerdings sehr effizient.

Kreatives Arbeiten und Design Thinking in Projekträumen: Kreativität ist mit Abstand das Wichtigste in so gut wie jedem Unternehmen unserer Zeit. Ein guter Weg, kollaboratives und kreatives Arbeiten zu fördern, bietet Design Thinking. Der aktuelle Arbeitsstand wird zu jeder Zeit des Projekts visuell aufbereitet und somit für das gesamte Team zugänglich gemacht. Am besten in einem Projektraum (im Englischen auch War-Room genannt). Hier trifft sich das Team stets dann, wenn an dem jeweiligen Projekt gearbeitet wird. Ein Riesenvorteil besteht zudem darin, dass durch diese visuelle Aufbereitung des Projekts innerhalb eines Raumes, so gut wie keine langen Meetings mehr nötig sind. Das Arbeiten selbst wird zu einer permanenten Besprechung.

Prototypisieren von Prozessen und ständige Optimierung: Das langfristige Planen von Prozessen ist nicht mehr zielführend. Man plant zeit- und kostenaufwendig, wie man in Zukunft optimiert arbeiten kann, um dann bei der Einführung festzustellen, dass die Arbeitsprozesse nicht mehr funktionieren. Oft sind sie sogar bereits überholt, da die Planung und Implementierung zu lange gedauert hat. Daher empfiehlt es sich, Prozesse zu prototypisieren. Das heißt, gemeinsam mit den Beteiligten iterativ auszuprobieren, wie in Zukunft effizienter und effektiver zusammen gearbeitet werden kann, um gleichzeitig eine höhere Qualität zu erzielen. Wenn es funktioniert, rollt man in der Folge die erfolgreich optimierten Prozesse im ganzen Unternehmen aus. Wenn nicht, lernt man im Kleinen, was besser laufen muss und optimiert schnell und agil. Das spart nicht nur Kosten und Zeit, sondern auch Nerven.

Prozessübergreifende und ganzheitliche Kollaboration: Wir befinden uns im Zeitalter der Konvergenz. Die Welt ist vernetzter denn je, weshalb Prozesse, wie sie vor 10 oder 20 Jahren durchgeführt wurden, heute nicht mehr funktionieren. Separierte Prozesse verlangsamen das Vorankommen und verringern vor allem die Lernkurve bei den Beteiligten. Mitarbeiter sollten in der Lage sein, über die eigenen Bereiche hinauszuschauen und die Aufgaben anderer Abteilungen zumindest zu verstehen und nachzuvollziehen. Das Motto ist „Zusammen sind wir stark“. Eitelkeiten und Kompetenzgerangel haben in einer modernen Zusammenarbeit nichts zu suchen. Es gibt Kernfähigkeiten jedes Einzelnen, aber eben keine autarken Arbeitsabschnitte. So lernen alle von allen: Eine Win-Win-Situation, mit der man erstaunlich schnell zu tollen Ergebnissen kommen kann.

Fehler machen: Oft gehört, aber selten wirklich ernst gemeint. Doch nur wer wirklich ausprobiert, Grenzen austestet, manchmal Grenzen überschreitet, wird dazulernen. Und nichts ist so lehrreich wie Fehler und Misserfolg. Deshalb sollte diese Plattitüde wirklich gelebt werden. Nicht jede Entscheidung, die getroffen wird, jeder Lösungsvorschlag, der gemacht wird und jede Idee, die aufkommt, ist wirklich gut. Doch wer zu sehr auf Perfektion achtet, wird langsam vorankommen und keine Fortschritte erzielen. Dabei ist wichtig, dass alle Mitarbeiter – ob Auszubildender, Junior oder Geschäftsführer – das gleiche Recht haben, Fehler zu machen. Hauptsache, man lernt daraus.

Wachstum macht Spaß: Jedes Unternehmen hat das Ziel zu wachsen, mehr Geld zu verdienen, den Umsatz und die Rendite zu erhöhen. Dieser finanzielle Fokus ist für viele Mitarbeiter aber nicht so einfach nachzuvollziehen. Einfacher wird es, wenn man den Fokus auf das individuelle und persönliche Wachstum der Mitarbeiter richtet. Das ist für alle sehr leicht zu verstehen, denn jeder möchte sich weiterentwickeln, mehr oder weniger Karriere machen und letztendlich mehr Geld verdienen. Persönliches Wachstum macht Spaß und treibt einen an. Wer Spaß hat, ist erfolgreicher. Wer erfolgreich ist, hat Spaß. Ganz einfach. Und wenn alle Mitarbeiter sich weiterentwickeln, wird sich das auf das Produkt, auf den Service und die Kultur des Unternehmens positiv auswirken. Das wiederum führt dazu, dass man als Unternehmen mehr Umsatz erwirtschaftet. Diese Endlosschleife hört nie wieder auf – wenn man nicht beginnt anzuerkennen, dass man eine unternehmerische Baustelle ist.

Donnerstag, 18. September 2014 - FCB Hamburg

Best of Cannes Lions Festival 2014 – FCB HAMBURG lässt den Löwen auf die Hansestadt los

Das International Festival of Creativity, besser bekannt als Cannes Lions Festival, ist die bedeutendste Veranstaltung der Werbebranche. Der dort verliehene Cannes Löwe ist das Pendant zum Oscar – und ein absoluter Ritterschlag für den glücklichen Preisträger. Mit dem Mobile Grand Prix und 37 Löwen feierte FCB eines der erfolgreichsten Jahre beim 61. Cannes Lions Festival.

Donnerstag, 18. September 2014 - FCB Hamburg

NIVEA gewinnt Bronze bei den Euro Effies

FCB HAMBURG und Beiersdorf wurden auch in diesem Jahr mit dem Euro Effie, einem der wichtigsten europäischen Branchen-Preise für effektive Kommunikation, ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung am 17. September in Brüssel holt die Kampagne für NIVEA In-Shower Body Lotion in der Kategorie FMCG eine Auszeichnung in Bronze.

Dienstag, 30. September 2014 - FCB Hamburg

Clara Schmidt-von Groeling wird Head of Planning bei FCB Hamburg

Clara Schmidt-von Groeling verstärkt FCB HAMBURG als Head of Planning. In dieser Position übernimmt sie die Leitung des Planning Teams und ist verantwortlich für die strategische Führung der Beiersdorf-Marke NIVEA im deutschen Markt sowie aller lokalen Kunden.

Mittwoch, 4. Februar 2015 - Carmen Meyer

MADE IN GERMANY Werbestadt – Älteste Werbeagentur in Hamburg

Wo sonst hätte die erste Werbeagentur Deutschlands gegründet werden sollen, wenn nicht in Hamburg. 1876 eröffnet das Centrale Announcen Büro William Wilkens. Schritt für Schritt wurde aus dem kleinen Büro ein Global Player - die Agentur FCB. Und auch Hamburg selbst gilt heute als Stadt der Werber.